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Unwetter

Unwetter

Als Unwetter werden extreme Wetterphänomene mit Gefahren für Menschen und Sachwerte bezeichnet. Insbesondere sind folgende Wetterausprägungen oft Unwetter:
- Gewitter
- Sturm
- Orkan
- Blizzard (Schneesturm)
- Wirbelsturm (Staubteufel, Tornado, Tropischer Wirbelsturm)
- Sandsturm
- Starkregen
- Glatteisregen
- Hagelschlag

siehe auch


- Unwetterwarnsystem WIND

Weblinks


- [http://www.unwetterzentrale.de Unwetterzentrale meteomedia] Landkreisgenaue Unwettervorhersagen
- [http://www.naturgewalten.de Naturgewalten.de - Informationen über Unwetter in Deutschland und weltweit]
- [http://www.wetterchronik.de Berichte über historische Unwetter in Deutschland] Kategorie:Meteorologie

Wetterphänomen

)]] El Niño ist ein globales Klimaphänomen. El Niño (spanisch Christkind oder auch kleiner Knabe) nennt man das Auftreten ungewöhnlicher, nicht zyklischer, veränderter Strömungen im ozeanographisch-meteorologischen System des äquatorialen Pazifiks. Der Name ist vom Zeitpunkt des Auftretens abgeleitet, nämlich zur Weihnachtszeit und stammt von peruanischen Fischern, die den Effekt aufgrund des damit einhergehenden Fischsterbens wirtschaftlich zu spüren bekommen. Hierbei schwächt sich der kalte Humboldtstrom ab und kommt zum Erliegen. Dies geschieht durch eine Verschiebung der Windzonen, wodurch das normalerweise nach Westen strömende oberflächennahe (warme) Meereswasser nach Osten zurückströmt. Innerhalb von ca. 3 Monaten wandert die Warmwasserschicht von Südostasien nach Südamerika. Dies geschieht durch die äquatorialen Kelvinwellen. Die Walkerzirkulation hat sich nun umgekehrt. Der Ostpazifik erwärmt sich, während vor Australien und Indonesien die Wassertemperatur absinkt. Dies kann weltweite Auswirkungen auf das Wetter in Form extremer Dürren oder Unwetter haben (vor allem aber in Südamerika und dem südostasiatischen Raum mit Australien). Auf den Galápagos-Inseln und an der Südamerikanischen Küste kommt es zu starken Regenfällen, während in Südostasien Dürre herrscht mit Missernten und Buschbränden. Durch die Erwärmung des Meereswassers tritt stellenweise ein Massensterben der Korallen ein. Seine Rolle bei der globalen Erwärmung wird kontrovers diskutiert. El Niño ist ein natürliches Klimaphänomen; es wird jedoch vermutet, dass dieses durch den anthropogen bedingten Treibhauseffekt noch verstärkt wird. globalen Erwärmung Von 1982 bis 1983 und 1997 war El Niño stark und ungewöhnlich ausgeprägt. Die Meeresströmung lag sieben Grad Celsius über der normalen Wassertemperatur, so dass ein Überschuss an Wärmeenergie in die Atmosphäre gepumpt wurde. Auf drei Vierteln der Erde änderten sich die Wettermuster und verursachten Überschwemmungen entlang der westlichen Küsten Süd- und Nordamerikas und Dürren im südlichen Afrika, Südostasien und Australien. Es kam zu einem Massensterben von Fischen, Seevögeln und Korallen; die Zahl der verletzten und toten Menschen wurde auf mehr als 1.000 beziffert. Obwohl man schon 1726 erstmals El Niño registrierte, wird dieses Phänomen bis heute noch nicht vollständig verstanden und es bleibt schwierig zu erklären, warum es ca. alle 3–8 Jahre zu einer solchen Erwärmung des Meerwassers im Ostpazifik kommt. Im Gegensatz zu El Niño ist La Niña eine außergewöhnlich kalte Strömung im äquatorialen Pazifik, also sozusagen ein Anti-El-Niño, worauf auch die Namensgebung (spanisch kleines Mädchen) beruht. Eine aktuelle Studie zeigt, dass El-Niño-Ereignisse, insbesondere große Ereignisse, genauer als bisher angenommen voraussagbar sein könnten (Nature, Vol. 428, S. 733–735). Das El-Niño-Phänomen lässt sich durch charakteristische Luftdruckanomalien im südpazifischen Raum nachweisen. Hierzu werden Luftdruckmessungen aus Tahiti und Darwin (Australien) ausgewertet. Ergebnis dieser Auswertung ist der Southern Oscillation Index (SOI). Ein verwandtes Phänomen im Atlantik ist die Nordatlantische Oszillation.

Weblinks


- [http://www.mpimet.mpg.de/de/web/education/faq2.html Max-Planck-Institut für Meteorologie]
- [http://www.elnino.info El-Niño-Infoseite]
- [http://www.enso.info Weitere, sehr ausführliche Seite zum Thema]
- [http://www.sciencemag.org/feature/data/earthdynamics/elnino_papers.shl Material des „Science magazine“ (engl.)] Kategorie:Klimatologie Kategorie:Meteorologie ja:エルニーニョ

Gefahr

Eine Gefahr (mittelhochdeutsch gevare = Hinterhalt; Betrug) ist ein Zustand, der aufgrund seiner Labilität zu einer raschen Veränderung mit negativer Auswirkung auf eine Sache, ein Tier oder eine Person führen kann. Eine Gefährdung kann für einen Menschen durch Kontakt mit einer Gefahr (Gefahrenquelle) entstehen.

Definitionen

Ingenieurwissenschaften

Hier umfasst die VDE 31000 /VDE1987/ allgemeine Leitsätze für das sicherheitsgerechte Gestalten technischer Erzeugnisse
- 2.4 Gefahr
Gefahr ist eine Sachlage, bei der das Risiko größer als das Grenzrisiko ist.
Arbeitssicherheit
Eine Gefahr entsteht wenn ein Mensch räumlich und zeitlich in Kontakt mit einem verletzungsbewirkenden Faktor kommen kann. Dabei können mehrere gefahrbringende Bedingungen eine Rolle spielen. Durch begünstigende Bedingungen kann die Gefahr wirksam werden (Unfall). Durch technische, organisatorische und persönliche Maßnahmen sollen Gefährdungen und das wirksamwerden von Gefahren verhindert werden. Gefahren die nicht durch technische Maßnahmen ausgeschlossen werden können als Restrisiko bezeichnet. Grenzrisiko bezeichnet die Grenze von "allgemein akzeptierten" Gefahren, die zu einer bestimmten Tätigkeit gehören, z.B. weil sie relativ selten Eintreten (Stromunfall bei Elektrofachkräften) oder nur geringen Schaden verursachen (mit dem Hammer auf den Finger hauen). Die Gefahren die zu einem konkreten Arbeitsplatz gehören, werden bei der Gefährdungsbeurteilung z.B. durch die Fachkraft für Arbeitssicherheit im Auftrage des Arbeitgebers festgestellt und protokolliert. Der Arbeitgeber entscheidet über die zu treffenden Maßnahmen.

Sozialwissenschaften

In der Soziologie wird, zumal in der Systemtheorie nach Niklas Luhmann, zwischen der unbestimmten "Gefahr" und dem berechenbaren "Risiko" unterschieden. Speziell vgl. die Katastrophensoziologie. In der Betriebswirtschaftslehre verursachen "Risiken" in diesem Sinne kalkulierbare "Wagniskosten". siehe auch: Risikomanegement.

Rechtswissenschaft

In der rechtswissenschaftliche Begriff zielt auf polizeirechtlichen Aspekte ab. Abstufungen der Gefahr sind in mehrerer Hinsicht möglich:
Gefahrenlehre
Eine Gefahr liegt vor, wenn eine Sachlage oder ein Verhalten bei ungehindertem Ablauf des objektiv zu erwartenden Geschehens mit hinreichender Wahrscheinlichkeit ein polizeilich geschütztes Rechtsgut schädigen wird (BVerwGE 45, 51(57)). Die Sachlage oder das Verhalten setzen also voraus, dass sie tatsächlich existent sind (objektiv gegebene Gefahr). Maßgeblich ist, ob eine Sachlage oder ein Verhalten gegeben ist, aus dem die Wahrscheinlichkeit einer Schädigung nach bewährten Erfahrungssätzen folgt. Gefahrenabwehr ist umso dringlicher, je mehr "auf dem Spiel steht". Gefährdete Rechtsgüter können sein: Ehre, Eigentum, Gesundheit, Freiheit und Leben. Differenzierungen

Gefahrenstufen

Gegenwärtige Gefahr

: Definition.: Das Schädigende Ereignis steht unmittelbar oder in allernächster Zukunft mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bevor, bzw. hat bereits begonnen. : Bedeutung: Das Vorliegen der g.G. wird in einzelnen Befugnisnormen vorausgesetzt; sie ist letztlich in zeitlicher Hinsicht ein Unterfall der konkreten Gefahr; zeitlich erhöhte Schadensnähe. : Beispiel.: Eine betrunkene Person nimmt in einem PKW Platz und legt den Gang ein.

Gefahr im Verzug

: zeitlich erhöhte Schadensnähe; Zuwarten unmöglich

Erhebliche Gefahr

: Gefahr für hochrangiges Rechtsgut

Dringende Gefahr

: Zeitlich erhöhte Schadensnähe und Gefahr für hochrangiges Rechtsgut

Handlungsformen

Konkrete Gefahr

: Definition: Jede Sachlage, die bei ungehindertem Ablauf des objektiv zu erwartenden Geschehens mit hinreichender Wahrscheinlichkeit zu einer Verletzung der Schutzgüter (öffentliche Sicherheit und Ordnung) führt; Ein Einzelsachverhalt begründet Anhaltspunkte für einen Gefahreneintritt. Die konkrete Gefahr steht unmittelbar bevor oder ist bereits eingetreten. Sie erfährt Steigerungen durch die Institute der gegenwärtigen Gefahr, der erheblichen Gefahr und der Gefahr für Leib und Leben. : Bedeutung: Erfordernis für mind. eine Befugnisnorm, wenn nicht sogar noch höhere Anforderungen an den Gefahrbegriff gestellt werden. : Beispiel: A. sitzt neben einer Benzin-Zapfsäule hat Zigarette und Feuerzeug in der Hand. Es besteht die Gefahr einer Entzündung des Benzins.

Abstrakte Gefahr

: Definition: Sachlage, die nach allgemeiner Lebenserfahrung eine Verletzung der Schutzgüter der öffentlichen Sicherheit oder öffentlichen Ordnung ergeben kann; : bestimmte Lebenssituationen begründen generell Anhaltspunkte für einen Gefahreneintritt. : Bedeutung: Die a.G. liegt zeitlich im Vorfeld der konkreten Gefahr; in der Regel sind Zeit und Ort der Gefahr (noch) nicht bekannt, so dass (noch) keine konkrete Gefahr vorliegt. Die abstrakte Gefahr berechtigt nicht zu Gefahrenabwehrmaßnahmen. : Beispiel: Person schläft auf einem Gehweg.

Gefahrenlagen

: (Wahrscheinlichkeit des Schadenseintritt nur abstrakt möglich oder konkret zu erwarten)

Anscheinsgefahr

: Def.: Schadenseintritt hinreichend wahrscheinlich, jedoch nachträglich (ex post) keine tatsächliche Gefahr : Bedeutung: Es handelt sich um vollwertige polizeirechtliche Gefahr. : Bsp.: Bsp: Polizist P wird mitgeteilt, ein Koffer auf dem Marktplatz enthalte ein Bombe. P verfügt daraufhin die Räumung des Marktplatzes; nachher ergibt sich, daß der Koffer leer war.

Putativgefahr

: Def.: Irrige Annahme einer Gefahr, wobei die Fehleinschätzung auf einer unvertretbaren und damit pflichtwidrigen Einschätzung beruht. : Bedeutung: Es liegt keine polizeirechtlich relevante Gefahr vor. Ermächtigt damit nicht zu Gefahrenabwehrmaßnahmen, solche sind mithin rechtswidrig. : Bsp.: P wird mitgeteilt, daß in einer kleinen Handtasche eine 3-Zentner-Bombe ist. Daraufhin verfügt er die Räumung des Marktplatzes.

Gefahrverdacht

: Def.: Aus ex-ante-Sicht wird eine Gefahr für möglich gehalten, auch wenn subjektiv noch Zweifel vorhanden sind; Schadenseintritt nicht hinreichend wahrscheinlich, jedoch möglich : Bedeutung: Es handelt sich um eine Gefahr i.S.d. Gesetzes, jedoch sind auf Rechtsfolgenseite im Rahmen der Verhältnismäßigkeit vorerst nur gering einschneidende Maßnahmen zu ergreifen (z.B. Gefahrerforschung) Siehe auch: Gefahrenabwehr

Zitate


- Die erste Reaktion eines Menschen auf Schwierigkeiten und Gefahren ist ein Sammeln und Anspannen aller vitalen Energien, damit sie wach und bereit seien zum Einsatz gegen die feindlichen Umstände. - José Ortega y Gasset (Aufbau und Zerfall Spaniens, 1921)
- Der Soldat ist überzeugt, dass ihm eine gewisse beliebig ins Unendliche zu verlängernde Frist gewährt sei, bevor er getötet, der Dieb, bevor er gefasst wird, die Menschen im allgemeinen, bevor sie sterben müssen. Das ist der Talisman, der die Individuen - und bisweilen die Völker - nicht gegen die Gefahr selbst, aber gegen die Furcht vor der Gefahr, genauer noch, gegen den Glauben an die Gefahr schützt und in gewissen Fällen dazu verhilft, sich die Gefahr zuzumuten, ohne mutig zu sein.Marcel Proust (Im Schatten der jungen Mädchen, ISBN 3-51857875-8, S. 182) Kategorie:Polizei- und Ordnungsrecht Kategorie:Technik

Sturm

Ein Sturm bezeichnet Winde mit Geschwindigkeiten von mindestens 20.8 m/s (74.9 km/h) oder 9 Beaufort. Ein Sturm mit Geschwindigkeiten von mindestens 32.7 m/s oder 12 Beaufort wird als Orkan bezeichnet. Erreicht der Wind nur kurzzeitig (für wenige Sekunden) Sturmstärke, spricht man von einer Sturmböe. Beaufort-Skala für Winde mit Sturmstärke :Stärke 9: Sturm :Stärke 10: schwerer Sturm :Stärke 11: orkanartiger Sturm Sturmwinde können entstehen, wenn hohe Druckgradienten (hohe Druckunterschiede auf relativ kurzer Distanz) auftreten. Diese sind häufig im Einflussbereich starker Tiefdruckgebiete vorhanden. Ferner können Sturmwinde durch topographisch bedingte Kanalisierung des Windes entstehen, zum Beispiel in engen Tälern. Tiefdruckgebiet] Stürme treten häufig über dem Meer auf, da dort weniger Bodenreibung vorhanden ist. So können sich die Winde besser entfalten als auf dem Festland und erreichen deswegen wesentlich häufiger Sturmstärke. Zudem können tropische Wirbelstürme (Hurrikane, Taifune etc.) nur über dem Meer entstehen und schwächen sich über Landmassen rasch ab. Das Abwettern eines Sturms kann in der Schifffahrt Gefahren vermeiden. Viele Versicherungsgesellschaften bezahlen einen Sturmschaden erst, wenn der Wind nachweislich Sturmstärke (über 75 km/h) erreicht hat.

Weblinks


- [http://www.wetterbilder.com Wetterbilder]
- [http://www.dwd.de/de/FundE/Klima/KLIS/prod/spezial/sturm/index.htm Deutscher Wetterdienst: Stürme] Kategorie:Wind

Blizzard (Wetter)

Der Blizzard ist starker Schneesturm in Nordamerika. Als "Blizzard" bezeichnet man einen heftigen Schneesturm im Winter infolge eines kräftigen Kaltlufteinbruchs aus Norden bis Nordwesten. Es dringt die Kaltluft rückseitig von nach Osten wandernden Tiefdruckgebieten aufgrund fehlender querlaufender Gebirge (die Rocky Mountains verlaufen in Nord-Süd-Richtung) bis weit nach Süden vor. Der Name leitet sich möglichweise aus dem deutschen Wort "blitzartig" ab und beschreibt somit den raschen Kaltlufteinbruch. Der Blizzard Black ist ein Blizzard, der auch Ackerboden mit sich reißt. In den größeren Städten führt ein Blizzard meist zu Verkehrschaos. Charakteristisch für einen nordamerikanischen "Blizzard" sind folgende Erscheinungen:
- Tiefe Temperaturen (10 Grad Fahrenheit (= ca. -12 Grad Celsius) oder tiefer)
- Hohe Windgeschwindigkeiten (32 Meilen pro Stunde (= ca. 51.5 km/h, entspricht Windstärke 7 Bft.) oder mehr)
- Große Mengen an Schnee, die die Sichtweite auf 500 Fuß (= ca. 150 Meter) oder weniger herabsetzen. Richtige "Blizzards" sind eigentlich relativ selten. Wenn sie auftreten, dann am ehesten in Kanada und in den Northern Plains der USA. Nichts desto trotz können sie aber auch den gesamten Nordosten der USA heimsuchen und für chaotische Wetterverhältnisse sorgen. Die Bezeichnung eines heftigen Schneesturms als "Blizzard" wurde später auch in anderen Regionen, wie z.B. in der Antarktis, übernommen. Der Blizzard ist nicht zu verwechseln mit einer extremen Form der Straßenglätte, dem sogenannten Blitzeis, welches häufig in Europa auftritt. Siehe auch: Winde und Windsysteme

Weblinks


- [http://www.naturgewalten.de/blizzard.htm Blizzardseite bei naturgewalten.de]
- [http://www.wetterbilder.com Wetterbilder] Kategorie:Meteorologie Kategorie:Wind ja:地吹雪

Staubteufel

Eine Kleintrombe ist ein kleinräumiger Luftwirbel mit vertikaler Achse meist geringer Höhenerstreckung, der auf die atmosphärische Grenzschicht beschränkt ist. Im Unterschied zu Großtromben (Tornados) besteht kein direkter Zusammenhang mit konvektiver Bewölkung. Je nach ihrem Erscheinungsbild und dem aufgewirbelten Material sind verschiedene Bezeichnungen gebräuchlich: Heuteufel, Nebelteufel, Staubteufel, Staubtrombe, Sandtrombe, Staubhose und Sandhose. Die letzten beiden Begriff sind aber irreführend, da sie mit Wind- und Wasserhosen verwechselt werden kann, bei denen es sich aber um Großtromben handelt. Eine Sonderform der Kleintrombe ist der Böenfrontwirbel (engl. Gustnado). Bedingung für die Entstehung von Kleintromben ist eine bodennahe Überhitzung der Atmosphäre. Bei dieser trockenlabilen Schichtung lösen sich Thermikblasen vom Boden ab, welche beim raschen Aufsteigen eine vorhandene schwache Rotation der Luft durch Streckung des Wirbels konzentrieren können. Aufgrund der Drehimpulserhaltung nimmt dabei die Windgeschwindigkeit rasch zu (Pirouetteneffekt) und kann in Extremfällen bis Orkanstärke erreichen. Die meisten Kleintromben sind aber recht schwach und richten nur selten Schäden an. Die Drehrichtung von Staubteufeln wird aufgrund der geringen räumlichen Ausdehnung des Windes nicht von der Corioliskraft beeinflusst, weshalb sie zufällig und unabhängig von der Erdhalbkugel ausfällt, auf der sie entstehen. Kleintromben treten dort am häufigsten auf, wo durch starke Sonneneinstrahlung trockenlabile Bedingungen erreicht werden, so vor allem in Wüstengebieten. In unseren Breiten sind sie am ehesten in der warmen Jahreszeit über offenen Landflächen (unbewachsene Äcker, abgemähte Wiesen, Sportplätze, Ödland) anzutreffen. Die Sonderform des Gustnados wird dynamisch an Böenfronten vor Schauern oder Gewittern ausgelöst. Eine seltene Variante bei niedrigen Lufttemperaturen ist über (relativ) warmen Wasseroberflächen als Nebelteufel zu beobachten.

Weblinks


- [http://media4.big-boys.com/content/asoccertornado.wmv WMV-Video eines Staubteufels]
- [http://www.naturgewalten.de/dustdevil.htm Alles über Staubteufel von Thomas Sävert]
- [http://www.extremwetter.de/Bilder_Archiv/Chasing_s/011003/011003.html Bilder eines Nebelteufels]
- [http://wetterchronik.de/unwerfwiho75db.htm Erlebnisbericht: Staubteufel in Düsseldorf-Benrath 1975] Kategorie:Meteorologie

Tornado

Ein Tornado (span. tornar = umkehren, wenden, Partizip tornado; tornear = wirbeln, drechseln), auch Großtrombe, Wind- oder Wasserhose, amerikanisch Twister genannt, ist ein kleinräumiger Luftwirbel in der Erdatmosphäre, der eine mehr oder weniger senkrechte Drehachse aufweist und im Zusammenhang mit konvektiver Bewölkung (Cumulus und Cumulonimbus) steht, was auch dessen Unterschied zu Kleintromben (Staubteufeln) ausmacht. Der Wirbel erstreckt sich hierbei durchgehend vom Boden bis zur Wolkenuntergrenze. Diese Definition geht auf Alfred Wegener (1917) zurück und ist in dieser Form heute noch allgemein anerkannt. Die Begriffe Wind- und Wasserhose (engl.: Waterspout) bezeichnen im deutschen Sprachraum Großtromben (Tornados im weiteren Sinne) über Land beziehungsweise größeren Wasserflächen (Meer, große Binnenseen). Windhose ist dabei ein Synonym für einen Tornado im engeren Sinne über Land. Die Bezeichnung „Windhose“ wird jedoch von Meteorologen zunehmend abgelehnt. In der älteren Literatur noch wohldefiniert (Wegener), wurde der Begriff in der jüngeren Vergangenheit vermehrt undifferenziert für verschiedene Phänomene im Zusammenhang mit plötzlich auftretenden starken Winden verwendet (zum Beispiel Downburst) oder fälschlich auf Kleintromben bezogen. Zudem wurde der Eindruck eines Unterschieds zwischen „großen“ Tornados in Nordamerika und „kleinen“ Windhosen in Europa erweckt. Ein Unterschied zwischen Windhosen und Tornados besteht jedoch weder bezüglich ihrer physikalischen Natur, noch bezüglich ihrer Stärke.

Entstehung

Die Entstehung von Tornados ist sehr komplex und bis heute ein aktueller Forschungsgegenstand. Trotz offener Fragen im Bezug auf Details sind die Voraussetzungen und die prinzipiellen Mechanismen der Tornadogenese recht gut bekannt. Unter den entsprechenden Bedingungen können sich Tornados an jedem Ort während des ganzen Jahres bilden; die Atmosphäre „kennt“ weder den Kalender noch die Geographie.

Grundlagen

Für die Entstehung eines Tornados müssen zunächst die Voraussetzungen für hochreichende Feuchtekonvektion gegeben sein. Diese sind bedingte Labilität, also eine hinreichend starke vertikale Temperaturabnahme, genügendes Feuchteangebot (latente Wärme) in den unteren 1-2 km der Atmosphäre sowie Hebung der Luftmasse, um die Feuchtekonvektion auszulösen. Hebungsmechanismen können thermischer (Sonneneinstrahlung) oder auch dynamischer (Fronten) Natur sein. Wesentlicher Energielieferant solcher Stürme und von Gewittern allgemein ist die im Wasserdampf der feuchten Luftmasse gespeicherte latente Wärme, welche bei der Kondensation freigesetzt wird. Erst diese zusätzliche Wärmemenge ermöglicht ein hochreichend freies Aufsteigen der Luft (Feuchtekonvektion), da die Atmosphäre gegenüber trockener Konvektion abgesehen von bodennaher Überhitzung stabil ist. Im letzteren Fall kann es lediglich zur Bildung von Kleintromben kommen. Eine Art Übergangsform sind dynamisch ausgelöste Kleintromben, so genannte Böenfrontwirbel (Gustnado) an der Böenfront eines Schauers oder Gewitters. Diese können sich aber in einen Tornado entwickeln, sofern sie Kontakt zu dem feuchtkonvektiven Aufwind bekommen und so verstärkt werden.

Tornadotypen

Hinsichtlich der Entstehungsweise lassen sich zwei Klassen von Tornados unterscheiden:

Mesozyklonale Tornados

Gustnado Für mesozyklonale Tornados tritt zu den oben beschriebenen grundlegenden „Zutaten“ für Schauer- oder Gewitterwolken eine starke vertikale Windscherung, das heißt eine Zunahme der Windgeschwindigkeit und Änderung der Windrichtung mit der Höhe. Dieses Windprofil ermöglicht die Bildung von Gewitterzellen mit einem rotierenden Aufwind (Mesozyklone), so genannte Superzellen, welche sich durch Langlebigkeit bis zu mehreren Stunden und heftige Begleiterscheinungen, wie großem Hagel, Sturzregen und Gewitterfallböen bis über 200 km/h auszeichnen. Bei ca. 10-20 % aller Superzellen kommt es zur Bildung von Tornados. Vielfach ist vor der Tornadoentstehung eine Absenkung der rotierenden Wolkenbasis, eine sogenannte Wallcloud (dt. Mauerwolke) zu beobachten. Durch die Aufwärtsbewegung im Zentrum strömt im unteren Bereich Luft zur Drehachse hin, was aufgrund des Pirouetteneffekts zu einem enormen Zuwachs der Windgeschwindigkeit zur Achse hin führt. Eine wesentliche Rolle scheint hier die Bodenreibung zu spielen; die Details der Intensivierung der Rotation bis hin zum Bodenkontakt sind aber noch nicht gänzlich verstanden. Der Drehsinn von meoszyklonalen Tornados ist auf der Nordhalbkugel überwiegend zyklonal, das heißt entgegen dem Uhrzeigersinn. Dies ist aber kein unmittelbarer Effekt der Corioliskraft, denn dafür sind Tornados zu kleinräumig. Die Corioliskraft bestimmt vielmehr zusammen mit der Bodenreibung, welche stark orographisch beeinflusst ist, das großräumige Windprofil von Tiefdruckgebieten in deren Bereich Tornados entstehen können. In den meisten Fällen dreht auf der Nordhalbkugel der Wind mit der Höhe nach rechts, wobei die Luft aus südlicher Richtung in die Mesozyklone einströmt, was zu zyklonaler (d.h. entgegen dem Uhrzeigersinn) Rotation führt. Auf der Südhalbkugel ergibt sich entsprechend ebenfalls zyklonale Rotation, dort aber im Uhrzeigersinn.

Nicht-mesozyklonale Tornados

Südhalbkugel Dieser Entstehungsmechanismus setzt keine Mesozyklone voraus. Vielmehr zerfällt vorhandene bodennahe horizontale Windscherung, z.B. entlang einer Konvergenzlinie in einzelne Wirbel mit vertikaler Achse, welche durch einen darüber befindlichen feuchtkonvektiven Aufwind einer Schauer- oder Gewitterwolke gestreckt und somit intensiviert werden (siehe nebenstehene Abbildung und Literatur). Dies geschieht in sonst eher windschwacher Umgebung bei gleichzeitig starker vertikaler Temperaturabnahme in den unteren Schichten. Im Gegensatz zu Mesozyklonen reicht hier die Rotation nicht weit über die Wolkenbasis hinaus. Die Bindung an Linien mit horizontaler Windscherung, (Konvergenz), welche oft gleichzeitig den Hebungsantrieb für die Feuchtekonvektion darstellt, erzeugt nicht selten entlang der Linie angeordneter „Familien“ von Großtromben (siehe Abbildung in den Weblinks). Zu diesem eher schwächeren nicht-mesozyklonalen Tornadotyp zählen auch die meisten Wasserhosen, aber es können auf diese Weise auch Tornados über Land entstehen - im Englischen Landspout genannt. Der Drehsinn von nicht-mesozyklonalen Tornados zeigt eine weniger starke Präferenz für zyklonale Rotation.

Phänomenologie

Größe und Aussehen

Konvergenz Im Anfangsstadium ist ein Tornado zunächst fast unsichtbar. Erst wenn im Inneren des Wirbels durch den Druckabfall Wasserdampf kondensiert oder Staub, Trümmer, Wasser und dergleichen aufgewirbelt werden, tritt der Tornado auch optisch in Erscheinung. Eine durchgehende Kondensation von der Wolke bis zum Boden ist aber nicht in jedem Fall zu beobachten. Eine solche von der Mutterwolke ausgehende Kondensation wird als Trichterwolke (engl. funnel cloud) bezeichnet. Erreicht der Luftwirbel den Boden nicht, so spricht man von einer Blindtrombe. Für einen Tornado ist der Bodenkontakt des Luftwirbels entscheidend, nicht dessen durchgehende Sichtbarkeit. Sind zum Beispiel unter einer Trichterwolke Windwirkungen nachweisbar, also im Regelfall Schäden am Boden, so handelt es sich um einen Tornado. Die Gestalt des Luftwirbels ist sehr vielfältig und reicht von dünnen schlauchartigen Formen bis zu einem mehr oder weniger breiten sich nach oben erweiternden Trichter (siehe nebenstehende Abbildungen und Weblinks). Dabei kann der Durchmesser einige Meter bis hin zu 500 m, sogar bis über 1 km betragen. Nicht selten treten bei großen Durchmessern mehrere Wirbel auf, die um ein gemeinsames Zentrum kreisen, was als Multivortex-Tornado bezeichnet wird.

Auswirkungen und Klassifizierung

Blindtrombe Die Klassifizierung erfolgt nach der Fujita-Skala, welche über die Windgeschwindigkeit definiert ist. In der Praxis wird diese Skala aber mangels direkter Messungen anhand der vom Tornado verursachten Schäden geschätzt. Diese reichen von leichten Sturmschäden bis zur völligen Zerstörung massiver Gebäude. Bislang wurden Tornadostärken F0 bis F5 in der Realität beobachtet; physikalische Abschätzungen ergeben aus energetischen Gründen die Intensität F6 als Obergrenze. In Europa ist daneben z.B. bei TorDACH die gegenüber der Fujita-Skala doppelt so feine TORRO-Skala in Gebrauch. Die frühere Annahme, der starke Unterdruck innerhalb eines Tornados, der bis zu 100 hPa betragen kann, ließe Gebäude gleichsam explodieren, ist nicht mehr haltbar. Hauptursache der Schäden ist der Staudruck des Windes und oberhalb von ca. 300 km/h auch zunehmend indirekte Schäden durch umherfliegende Trümmer. Auf Grund ihrer hohen und auf engem Raum wechselnden Windgeschwindigkeiten stellen Tornados prinzipiell eine Gefahr für den Flugverkehr dar; Unfälle sind aber auf Grund der Kleinräumigkeit dieser Wettererscheinung selten. Zu einem spektakulären Fall kam es am 6. Oktober 1981, als eine Fokker F-28 der niederländischen NLM Cityhopper in einen Tornado geriet und nach Abriss der rechten Tragfläche abstürzte. Alle 17 Personen an Bord starben.

Klimatologie

Lebensdauer und Geschwindigkeiten

Die Lebensdauer eines Tornados beträgt zwischen wenigen Sekunden bis mehr als eine Stunde, durchschnittlich liegt sie unter 10 Minuten. Die Vorwärtsbewegung eines Tornado folgt der zugehörigen Mutterwolke und liegt im Schnitt bei 50 km/h, kann aber auch deutlich darunter (praktisch stationär, nicht selten bei Wasserhosen) oder darüber (bis über 100 km/h bei starker Höhenströmung) liegen. Dabei ist die Tornadospur im wesentlichen linear mit kleineren Abweichungen, welche durch die Orographie und das lokale Windfeld in der Umgebung der Gewitterzelle bedingt sind. Die interne Rotationsgeschwindigkeit des Windes ist jedoch meist wesentlich höher als die der linearen Bewegung. Sie ist auch für die verheerenden Verwüstungen verantwortlich, die ein Tornado hinterlassen kann. Die höchste je registrierte Windgeschwindigkeit innerhalb eines Tornados wurde während des Oklahoma Tornado Outbreak am 3. Mai 1999 bei Bridge Creek, Oklahoma (USA) mit einem Doppler-Radar bestimmt. Mit 496 ± 33 km/h lag sie im oberen Bereich der Klasse F5 der Fujita-Skala; die obere Fehlergrenze reicht sogar in den F6-Bereich. Dies ist damit die höchste je gemessene Windgeschwindigkeit auf der Erdoberfläche überhaupt. Oberhalb der Erdoberfläche erreichten nur Jetstreams höhere Windgeschwindigkeiten. In der offiziellen Statistik zählt dieser Tornado aber mit Rücksicht auf den wahrscheinlichsten Wert und die Unsicherheiten als F5. In den USA sind etwa 88 % der beobachteten Tornados schwach (F0, F1), 11 % stark (F2, F3) und unter 1 % verheerend (F4, F5). Diese Verteilungsfunktion ist weltweit sehr ähnlich und in dieser Form von mesozyklonalen Tornados dominiert, welche das volle Intensitätsspektrum ausfüllen. Die Intensität von nicht-mesozyklonalen Tornados geht dagegen kaum über F2 hinaus.

Jahres- und tageszeitliches Auftreten

Tornados entstehen über Land, am häufigsten im Frühsommer, wobei das Maximum mit zunehmenden Breitengraden später auftritt. Über Wasser wird das Maximum im Spätsommer erreicht, weil dann die Wassertemperatur und folglich die Labilität am höchsten ist. Änliches gilt für den Tagesgang. Tornados über Land treten am wahrscheinlichsten in den frühen Abendstunden auf, während bei Wasserhosen das Maximum in den Morgenstunden liegt. Ferner zeigt sich bei Wasserhosen ein klimatologischer Unterschied im Jahresgang, je nach dem, ob diese an Land ziehen oder über dem Wasser verbleiben. Die jahreszeitliche Verteilung für den ersten Fall gleicht der für Tornados über Land, während "reine" Wasserhosen das besagte Spätsommer-Maximum zeigen.

Verbreitung und Häufigkeit

Tornados werden weltweit überall da beobachtet, wo es auch Gewitter gibt. Schwerpunkte sind Regionen mit fruchtbaren Ebenen in den Subtropen bis in die gemäßigten Breiten. An erster Stelle steht der Häufigkeit nach der Mittlere Westen der USA, wo die klimatischen Bedingungen für die Bildung von Schwergewittern und Superzellen aufgrund der weiten Ebenen (Great Plains) östlich eines Hochgebirges (Rocky Mountains) und nördlich eines tropischen Meeres (Golf von Mexiko) sehr günstig sind. Für Wetterlagen mit hohem Unwetterpotential bedingt das Gebirge relativ trockene und kühle Luftmassen im mittleren bis oberen Bereich der Troposphäre bei südwestlichen bis westlichen Winden, während in den tieferen Schichten feuchtwarme Luftmassen aus der Golfregion ungehindert nach Norden transportiert werden können. Dadurch kommen eine labile Schichtung der Atmosphäre bei einem großen Angebot latenter Wärme mit einer Richtungsscherung des Windes zusammen. Weitere wichtige Regionen sind Argentinien, Mittel- und Süd- und Osteuropa, Südafrika, Bengalen, Japan und Australien. Zahlreiche, wenn auch im Mittel schwächere, meist nicht-mesozyklonale Tornados treten im Bereich der Front Range (Ostrand der Rocky Mountains), in Florida und über den Britischen Inseln auf. Jährlich werden in den USA etwa 1200 Tornados registriert. Die meisten Tornados entstehen in Texas, Oklahoma, Kansas und Nebraska entlang der „tornado alley“ mit etwa 500 bis 600 Fällen pro Jahr. Dies ist durch die oben genannten besonderen klimatischen Bedingungen gegeben, welche die Voraussetzungen für die Entstehung speziell von mesozyklonalen Tornados weit häufiger bieten, als in anderen Regionen. In Europa liegt die jährliche Zahl der Tornadobeobachtungen bei 170, unter Einbeziehung der Dunkelziffer schätzungsweise 300. Hinzu kommen etwa 160 registrierte Wasserhosen, geschätzt 290. Wie in den USA sind auch die meisten europäischen Tornados schwach. Verheerende Tornados sind zwar selten, doch sind bisher acht F4- und zwei F5-Ereignisse aus Deutschland dokumentiert. Letztere wurden bereits von Alfred Wegener 1917 in einer Arbeit zur Tornadoklimatologie Europas beschrieben. Weitere verheerende Fälle sind aus Nordfrankreich, den Benelux-Staaten sowie aus Oberitalien bekannt. In Deutschland liegt die Zahl der jährlich beobachteten Tornados bei zehn bis 20 mit einer noch recht hohen Dunkelziffer vor allem schwächerer Ereignisse. Schätzungen ergeben eine Gesamtzahl von 30 Fällen oder mehr pro Jahr, wobei jährlich mit ein bis drei F2, mit einem F3 alle drei bis fünf und einem F4 alle 20 bis 30 Jahre gerechnet werden muss. Ein F5 ist ein Jahrhundertereignis oder noch seltener. Eine Übersicht zur räumlichen und zeitlichen Verteilung von Tornados in Deutschland und deren Intensität findet sich in den Weblinks. Generell ist das Auftreten von Tornados starken Schwankungen unterworfen, was sich in Häufungen („Ausbruch“ genannt, engl. Outbreak) innerhalb recht kurzer Zeitspannen - oft an einem einzigen Tag - äußert, gefolgt von recht langen Abschnitten relativer Ruhe. Die Ausbrüche sind durch den engen Zusammenhang mit bestimmten Wetterlagen begründet, wo mehrere Faktoren (siehe oben unter „Entstehung“) für die Tornadoentstehung zusammen kommen. Größere Ereignisse dieser Art mit verheerenden Tornados sind vor allem aus den USA bekannt (siehe folgenden Abschnitt). Für West- und Mitteleuropa sind hier die Jahre 1925, 1927 und 1967 zu nennen mit dem Schwerpunkt Nordfrankreich/Benelux/Nordwestdeutschland. Diese Region kann auch als europäische „tornado alley“ angesehen werden. Der zahlenmäßig bedeutendste Ausbruch in Europa mit insgesamt 105, aber meist schwächeren Tornados (max. F2) traf am 23. November 1981 die Britischen Inseln. Derzeit erlaubt die Datenbasis für Mitteleuropa keine Aussage, ob Tornados auf Grund der globalen Klimaerwärmung häufiger auftreten, da der Anstieg der beobachteten Fälle auf eine bessere Erfassung in den letzten Jahren zurückzuführen ist. In den USA existiert dank systematischer Tornadoforschung seit den 50er Jahren und bedingt durch die hohen Fallzahlen eine belastbare Statistik. Diese zeigt aber weder eine Tendenz zu vermehrtem Auftreten noch zu größerer Heftigkeit von Tornados, wie im IPCC-Bericht von 2001 dargelegt.

Bedeutende Tornadoereignisse

Beispielfälle aus den USA


- 18. März 1925: Der Tri-State Tornado (F5) forderte in 3 1/2 Stunden auf einer Länge von 352 km über dem Gebiet dreier US-Bundesstaaten (Missouri, Illinois und Indiana) 695 Todesopfer. Mit ca. 95 km/h wies er eine ungewöhnlich hohe Zuggeschwindigkeit auf.
- 3./4. April 1974: Im Super Outbreak, dem größten bekannten Ausbruch, suchten insgesamt 148 Tornados 13 Staaten im Süden und Mittleren Westen der USA heim, darunter 30 verheerende Fälle (F4/F5). Er hinterließ 315 Todesopfer und einen Sachschaden von 600 Mio US-Dollar.
- 3. Mai 1999: Über 70 Tornados des Oklahoma Tornado Outbreak zogen über Texas, Oklahoma und Kansas. Am schlimmsten traf es die Region um Oklahoma City. 48 Personen kamen ums Leben und mit einem gesamten Sachschaden von 1,2 Mrd. US-Dollar war dies die bislang teuerste Naturkatastrophe dieser Art. Weitere bedeutende Tornados und Tornado-Ausbrüche (englische Wikipedia)

Beispielfälle aus Deutschland

Diese Auswahl zeigt signifikante Ereignisse (F2 - F5), die aufgrund von Erscheinung oder Jahreszeit von Interesse sind. Ein umfassendes Archiv findet sich bei TorDACH.

Tornadoforschung

TorDACH Obwohl Tornados in den USA eine lange bekannte Naturerscheinung sind, ist die Tornadoforschung dort noch recht jung. Erst seit den 50er Jahren widmet man sich dort systematisch der Erfassung und Vorhersage. Wegen des kurzfristigen Auftretens von Tornados konzentriert sich letztere auf die Früherkennung, wobei das Doppler-Radar ein wesentliches Instrument darstellt. Hiermit lässt sich bereits im Frühstadium verdächtige Rotation in Gewitterwolken nachweisen. Hinzu kommt ein dichtes Netzwerk ehrenamtlicher Beobachter, so genannte Spotter, welche aktuelle Warnmeldungen über gesichtete Tornados und auch andere Wettergefahren, wie zum Beispiel Gewitterfallböen, Hagel und Sturzfluten, in das Kurzfrist-Warnsystem einbringen. Die Spotter sind in dem Netzwerk Skywarn organisiert. Daneben besteht eine wachsende Zahl von storm chasern (privaten Sturmjägern), welche primär aus Faszination an den Naturgewalten Gewitter und Tornados verfolgen, dabei aber auch wertvolle Informationen für die Unwetter- und Tornadoforschung liefern. Hauptquartier der Unwetterforschung in den USA ist das 1964 gegründete National Severe Storm Laboratory (NSSL) mit Sitz in Norman. Dank des Warnsystems konnte in den USA die Zahl an Tornadoopfern erheblich reduziert werden. Interessanterweise ist die Tornadoforschung in Europa älter als in den USA. Pionierarbeit leistete hier Alfred Wegener schon in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. In den 30er Jahren unternahm der heute fast vergessene Meteorologe Johannes Peter Letzmann in Deutschland eine systematische Tornadoforschung, welche aber durch die Ereignisse des zweiten Weltkrieges stark eingeschränkt und danach nicht weitergeführt wurde. Im Gegenteil sank das Interesse an Tornados in der Folgezeit praktisch zur Bedeutungslosigkeit herab und beschränkte sich auf einige wenige spektakuläre Fälle wie zum Beispiel in Pforzheim 1968. Erst mit der Gründung des Netzwerkes TorDACH 1997 nahm die Tornadoforschung im deutschsprachigen Raum einen neuen Aufschwung. 2003 wurde in Deutschland, Österreich und der Schweiz Skywarn jeweils als Verband ehrenamtlicher Spotter zur Verbesserung der kurzfristigen Unwetterwarnungen im deutschsprachigen Raum gegründet. Die heutige Tornadoforschung konzentriert sich neben der Klimatologie und der Erstellung von Fallstudien auf die Mechanismen der Tornadogenese (siehe oben). Hierzu werden aufwendige numerische Simulationsrechnungen durchgeführt, um ein besseres Verständnis der Entstehung von Tornados zu gewinnen.

Literatur


- Gottlob Burchard Genzmer (1765): Beschreibung des Orcans, welcher den 29. Jun. 1764 einen Strich von etlichen Meilen im Stargardischen Kreise des Herzogthums Mecklenburg gewaltig verwüstet hat. Friedrich Nicolai, Berlin und Stettin 1765. [http://www.tordach.org/pdf/Genzmer1765.pdf Abschrift (PDF)]
- Alfred Wegener (1917): Wind- und Wasserhosen in Europa. Vieweg, Braunschweig, 301 S. [http://www.tordach.org/education.htm Digital-Version (PDF)]
- Johannes Peter Letzmann (1937): Richtlinien zur Erforschung von Tromben, Tornados, Wasserhosen und Kleintromben. Int. Meteor. Org., Klimatol. Komm., Publ. 38, Salzburg, 91-110. [http://www.tordach.org/education.htm Abschrift (PDF)]
- Thomas P. Grazulis (1993): Significant Tornadoes: 1860 - 1991. Environmental Films. ISBN 1879362007
- Nikolai Dotzek (2003): An updated estimate of tornado occurrence in Europe. Atmos. Res. 67-68, 153-161 [http://www.tordach.org/pdf/ecss02s.pdf Artikel (PDF)]
- James M. Caruso and Jonathan M. Davies (2005) Tornadoes in Non-mesocyclone Environments with Pre-existing Vertical Vorticity along Convergence Boundaries. NWA Electronic Journal of Operational Meteorology 1 June 2005 [http://www.nwas.org/ej/cardav/ Artikel]

Weblinks


- [http://www.astrogeo.va.it/immagini/cielo/giudici.htm Familie von Wasserhosen über dem Adriatischen Meer]

Deutschsprachiger Raum


- [http://www.tordach.org/de/tornado.htm Tornadoklimatologie für Deutschland (TorDACH)]
- [http://www.tornadoliste.de Tornadoliste Deutschland: Beschreibungen ausgewählter Ereignisse mit umfangreicher Linksammlung]
- [http://www.skywarn.de/ Skywarn Deutschland e.V.]
- [http://www.skywarn.at/index.php Skywarn AUSTRIA]
- [http://62.202.7.134/skywarn/index.aspx Skywarn Schweiz]

Englischsprachiger Raum


- [http://www.nssl.noaa.gov/ NSSL: National Severe Storm Laboratory, USA] (englisch)
- [http://www.cimms.ou.edu/~doswell/a_tornado/atornado.html What is a Tornado? Essay von Charles A. Doswell, Cooperative Institute for Mesoscale Meteorological Studies, Norman (OK), USA] (englisch)
- [http://www.spc.noaa.gov/faq/tornado/torscans.htm Abbildungen von Tornados] (englisch) Kategorie:Meteorologie Kategorie:Naturkatastrophe Kategorie:Wind ja:竜巻

Sandsturm

Ein Sandsturm ist ein Sturm oder starker Wind, der Sand mit sich führt. Er kommt besonders in Wüsten vor. Ein Sandsturm muss von einer Sandhose, die normalerweise räumlich enger begrenzt bleibt, unterschieden werden. Bei einem Sandsturm handelt es sich um einen sehr trockenen und heißen Wind, der in Trockengebieten zunächst große Mengen Sand hoch aufwirbelt und anschließend mitführt. Einige Stürme transportieren bis zu 100 Millionen Tonnen Sand über zum Teil sehr große Entfernungen. Die Entfernung, die der Sand hierbei zurücklegt, hängt von der Größe der einzelnen Sandpartikel ab. Die größten Partikel bilden an windgeschützten stellen langsam Dünen. Es wird geschätzt, dass im Jahr 2004 insgesamt durch Sandstürme etwa 2-3 Milliarden Tonnen Sand bewegt werden. So wird beispielsweise afrikanischer Wüstensand, der sich in der Karibik absetzt, für das dortige Korallensterben verantwortlich gemacht. Andererseits setzt sich Sahara-Sand auch in Gebieten Europas ab und wirkt durch seine alkalischen Eigenschaften dem sauren Regen entgegen. Im südamerikanischen Regenwald dient derselbe Wüstensand als Dünger. Der Sand aus der australischen Wüste wandert teilweise über Brisbane. Dieser Sand enthält aus Ausscheidungen der Zuchttiere in den ländlichen Steppen- und Wüstenregionen auch Bakterien des Q-Fiebers. So sorgt er hier nicht nur für Smog, sondern auch für den Anstieg der Erkrankungen. Sobald er allerdings die Küstenlinien überschreitet, ändern sich die Folgen des Wüstensturmes. Im nährstoffarmen Süd-Pazifik ist der Sand verantwortlich für eine Verzehnfachung des Algenwachstums und verbessert hierdurch die Lebensgrundlagen von Meeressäugern und Fischen. Sande, die von den trocken gefallenen Flächen des Aralsees verweht werden, sind mit Pestiziden aus dem Baumwollanbau belastet und sorgen so für entsprechende Belastungen in den Sedimentationsgebieten. Die Häufigkeit und Stärke von Sandstürmen haben sich in den letzten 50 Jahren etwa verzehnfacht. Eine wichtige Ursache für diese Entwicklung ist die zunehmende Benutzung von Geländewagen in den Wüsten. Durch die Geländewagen werden dünne verhärtete Krusten auf den Wüstenoberflächen aufgebrochen, und damit der Erosionsschutz für den darunter liegenden Sand zerstört. Zum gleichen Effekt führte die Einführung von Rindern und Schafen in das Landesinnere von Australien. Die Hufe zerstörten die dünne Bewuchsschicht. Weitere Gründe sind die zunehmende Desertifikation, Entwaldung, und der Klimawandel. In vielen Gebieten, in denen regelmäßig Sandstürme auftreten, erhalten sie lokale Bezeichnungen:
- Buran im Steppen- und Wüstengebiet in Mittelasien,
- Chamsin oder auch Khamsin im Nilgebiet und in Israel/Palästina,
- Ghibli oder Gibli im Raum Tunesien und Libyen,
- Samum im nordafrikanisch-arabischen Raum.
- Scirocco

Weblinks


- [http://www.naturgewalten.de/sand.htm Sandsturmseite von naturgewalten.de] Kategorie:Wind Kategorie:Meteorologie

Gefrierender Regen

Gefrierender Regen, auch unterkühlter Regen, besteht aus unterkühlten Regentropfen, das heißt aus Tropfen, die kälter als 0° Celsius sind, aber trotzdem noch aus flüssigem Wasser bestehen. Treffen diese unterkühlten Tropfen auf eine Oberfläche, so gefrieren sie schlagartig. Dabei bildet sich eine spiegelglatte Eisschicht, auf der selbst Winterreifen bei Autos keinen Halt finden. Gefährlich ist gefrierender Regen auch für den Flugverkehr, da die Eisschicht zum einen zusätzliches Gewicht am Flugzeug verursacht, zum anderen das Tragflächenprofil verändern und somit den Auftrieb vermindern kann. Unterkühlte Tropfen entstehen, wenn Regentropfen durch eine kalte Luftschicht fallen. Da auf diese Art auch Eiskörner entstehen, treten gefrierender Regen und Eisregen oft zusammen auf. Siehe auch: Straßenglätte Kategorie:Niederschlag Kategorie:Meteorologie

Hagel

Hagel ist eine Form von Niederschlag, die aus Eisklumpen besteht.

Entstehung

Niederschlag Hagelkörner, auch Schloßen genannt, entstehen in den niedrigeren Schichten von Gewitterwolken als kleine Wassertröpfchen, die durch starke Aufwinde in die höheren, kalten Bereiche der Wolke gewirbelt werden und dort gefrieren. Danach fallen sie wieder in tiefere Luftschichten, nehmen weiteres Wasser auf, werden abermals nach oben gerissen, und zusätzliches Wasser gefriert an. Dieser Vorgang wiederholt sich solange, bis ein Hagelkorn zu schwer ist, um von den Aufwinden getragen zu werden. Aus der Größe der Hagelkörner kann daher auf die Windstärke im Inneren der Gewitterwolke geschlossen werden. Die stufenweise Entstehung der Hagelkörner kann an den einzelnen Eisschichten, aus denen ein Hagelkorn besteht, abgelesen werden.

Definition

Hagelkörner haben meistens einen Durchmesser von 0,6 bis 2 Zentimetern, können aber in Einzelfällen auch einen Durchmesser von mehr als 10 cm und ein Gewicht von über einem Kilogramm erreichen. Solch große Hagelkörner erreichen beim Fall Geschwindigkeiten von über 150 km/h. Bei einem Durchmesser bis 0,5 Zentimeter spricht man von Graupel.

Etymologie

Das Wort Hagel leitet sich vom althochdeutschen hagal ab, das dasselbe bedeutet (s. Kluge, Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache). Die Bezeichnung Schloße für ein Hagelkorn ist namensgebend für schlohweiß (dissimiliert aus schloßweiß), bedeutet also:"weiß wie ein Hagelkorn" und bezeichnet einen hellen, fahlen Weißton.

Hagelabwehr

Im gesamten 19. Jahrhundert blieb das »Wetterläuten« die einzige, doch wenig wirksame Waffe im Kampf gegen drohende Gewitterstürme. Um die Wende zum 20. Jahrhundert wurde es teilweise durch Böllerschießen abgelöst. Erfolgsversprechend war erst die Entdeckung, dass Silberiodid (AgI) bereits bei −5,2° Celsius eiskeimbildend ist und zudem als umweltverträglich gilt, wohingegen Wasser selbst ohne fremden Kristallisationskeim (also zum Beispiel ohne Bakterien oder Staubpartikel) erst bei ca. −40 °C gefriert. Ab Mitte der 1950er-Jahre begann man Silberiodid mit Raketen in Gewitterwolken zu schießen. Heute erledigen die Hagelabwehrpiloten mit ihren Flugzeugen diese Aufgabe. Die an den Flugzeugen montierten Generatoren dienen zum Versprühen der Silberiodid-Aceton-Lösung an der Wolkenbasis, der Aufwind reißt die AgI-Kristalle in die Gewitterwolke. Die Anzahl der natürlich vorkommenden Kondensationskerne wird dadurch künstlich erhöht, wodurch sich das überschüssige Feuchte-Angebot feiner verteilt und die Ausbildung extrem großer Hagelkörner unterbunden wird. Außerdem wächst die Wahrscheinlichkeit, dass die kleineren Hagelkörner während des Ausregnens der Gewitterwolke schmelzen und nur mehr als schwere Tropfen auf dem Boden auftreffen. Die Effektivität der Hagelbekämpfung mit Silberiodid ist jedoch wissenschaftlich nicht belegt. Da die Vorgänge in einer Gewitterzelle sehr komplex sind, ist der Nachweis, ob zum Beispiel auch ohne das Impfen kein Hagel gefallen wäre, nur sehr schwer zu erbringen. Neuerdings werden in der Landwirtschaft Hagelschutznetze verwendet, diese werden in Giebeldachform über die kompletten Pflanzen gespannt und lassen die Hagelkörner im Traufebereich herabfallen. Die Netze bestehen aus Polyethylen (PE) und haben verschiedenste Farben, PVC hat sich nicht bewährt, da unter UV-Einfluss Chloride abgespalten werden. Die Haltbarkeit der Netze liegt bei 5-8 Jahren, abhängig von Beimischungen (Pigmente, Rußbeimengungen, UV-Stabilisatoren). Vorteile der Hagelschutznetze:
- kompletter Schutz von Frucht und Holz
- regelmäßige Ernten
- Schutz vor Sonnenbrandschäden an Früchten Nachteile der Hagelschutznetze:
- weniger Licht
- schlechtere Farbausbildung bei Früchten
- Verzögerung der Reife
- Temperatur und Luftfeuchtigkeit unter den Netzen ist etwas niederiger
- längere Blattnässe nach Niederschlägen

Weblinks


- [http://www.wetterbilder.com Wetterbilder]
- [http://www.skywarn-niedersachsen.de/dokumentationen/1903/ 29. Juni 1903 - Die vergessene Hagelkatastrophe von Osnabrück]
- [http://wetterchronik.de/unwerfhagel84.htm München 1984: Das teuerste deutsche Hagelunwetter]
- [http://www.hagelabwehr.com/ Weitere Informationen zur Hagelabwehr] Kategorie:Niederschlag ja:霰 th:ลูกเห็บ

WIND (Unwetterwarnsystem)

WIND (engl. Weather Information on Demand, dt.: Wetterinformation bei Bedarf) ist ein Informationsdienst, der lokal vor Unwettern warnt. Im Auftrag der Versicherungskammer Bayern (VKB) wird seit 1. Mai 2002 vom Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik (ISST) der Fraunhofer-Gesellschaft in Zusammenarbeit mit der meteomedia Deutschland GmbH das Unwetterwarnsystem WIND entwickelt und betrieben. Es soll durch rechtzeitige Warnungen Schutzmassnahmen vor relevanten Wetterphänomenen ermöglichen und so helfen, Personen- und Sachschäden zu vermeiden. Abonnenten können das System über das Internet konfigurieren und so zum Beispiel die zu überwachende Region und den Informationsweg (Telefon, Telefax oder E-Mail) bestimmen. WIND kann von Kunden der öffentlich-rechtlichen Sachversicherer (z. B. Provinzial, Sparkassen-Versicherung, ÖSA, Versicherungskammer Bayern) zu einem Preis zwischen fünf und acht Euro pro Jahr abonniert werden.

Weblinks


- [http://www.isst.fraunhofer.de/deutsch/inhalt/Projektarchiv/2005/wind/ Projekthomepage des Fraunhofer-Institutes für Software- und Systemtechnik ISST] Kategorie:Meteorologie

Category:Ecuadorian tennis players

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Track listing

# "Dreams Burn Down" # "Taste" # "Here and Now" # "Nowhere"

References

Royal Australian Navy's primary oiler and one of only two ships in the RAN capable of underway replenishment. Westralia was built as a Stat 32 class petroleum tanker and modified for underway replenishment in 1979 for service with the
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